Seann freumhan, ceann an urraim.

Eichenfurt (alte Sprache: „Adair“) ist eine Grafschaft im Norden Albions, auf der Grenze zwischen den Low- und Highlands. Regiert wird das Land von der Blutlinie Ailean Mac Iyke´s, um den sich viele Legenden ranken. Seine Nachkommen haben sein Erbe als Lords und Ladies der Iykes weiter gedeihen lassen und sind Herren Eichenfurts bis zum heutigen Tag. Im Laufe der Geschichte ist Eichenfurt zu stattlicher Größe gewachsen, in dem kleinere Clans sich den Iykes angeschlossen haben oder gar erobert wurden. Heutzutage setzt sich das Land aus den Refugien von 8 Clans zusammen, die jeweils kleinere oder größere Ländereien und Städte ihr Heim nennen.

Die Landschaft ist gezeichnet von tiefen Wäldern im Kernland, felsiger Küste und hohen Bergen im Norden. Lebensader Eichenfurts ist der Fluss „Daire“, der in den Bergen von verschiedenen Quellen gespeist wird und im Südwesten kraftvoll ins Meer mündet. Südlich des Daire flacht das karge, bergige Land etwas ab, ist von Feldern und Wäldern durchzogen. Die sauren, aber sehr beliebten Äpfel stammen aus Hainen, die im Osten gedeihen.

Über den Fluss wird viel Handel getrieben: Holz, Wolle, Torf und Eisen. Auch Viehhaltung von Schafen und kräftigen Rindern bildet einen wichtigen Schwerpunkt der regionalen Wirtschaft. Die reichhaltigen Silberminen sichern zwar seit jeher den Wohlstand der Iykes, sorgen aber auch immer wieder für Unruhen und Auseinandersetzungen mit gierigen Nachbarn. Woran es mangelt sind große Ackerflächen für Getreide, sodass einiges an Nahrungsmitteln seinenWeg über den Handel nach Eichenfurt findet.

Heraldik

Das Wappen Eichenfurts ist gleichzeitig das Clanswappen der Mac Iykes: Der goldene Eichenbaum auf grünem Grund, zu dessen Wurzeln der Fluss Daire in starkem Blau liegt undgeht auf die Gründungslegende Arhainns zurück. Die Farben stehen für wichtige Tugenden der Familie: Ehre & Treue.

„Seann freumhan, ceann an urraim“
(= Old roots, crown of honor)

Generell trägt jeder Clan ein eigenes Wappen, wobei besonders spirituelle und Naturmotive, wie Kessel und Tiere beliebt sind. Um die Verbundenheit zu ihrem Oberhaupt auszudrücken sind alle Wappen der Clans in einem einheitlichen Farbschema gehalten: Grün & Blau. Besonders beliebt sind kariert gewebte Stoffe in den Clansfarben, aus denen oft Festkleidung gefertigt wird. Dieser Brauch ist in allen alten Clans und in ganz Albion verbreitet.

Glaube

Der Glaube ist stark gezeichnet von Legenden und Sagen der alten Völker Albions. Grundsätzlich hat sich vieles aus vergangenen Tagen bewahrt, aber auch mit Neuem vermischt.Es werden große Helden der alten Tage verehrt und die reiche, vielseitige Sagenkultur ist ein fester Bestandteil Eichenfurts.

Besonders verbreitet ist der Glaube an die „Herrin vom See“ bzw. „Avalon“, deren Anhänger überall in Eichenfurt zu finden sind. In Avalon soll sich auch der große König aufhalten und jeder Gläubige

kehrt dort ein, wenn er stirbt, um im Überfluss der grünen Lande weiterzuleben. Die Maiden der Herrin wirken so manches Wunder! Aber auch männliche Priester, die das Wort der Herrin verbreiten und nach dem Vorbild Merlins im Kult dienen, sind gern gesehene Gäste, denn sie sorgen sich besonders um die Armen und Notdürftigen. Man ist sich der anderen, „alten“ Götter zwar noch bewusst, aber ihre Bedeutung ist heutzutage gänzlich in den Hintergrund gerückt: Sie haben sich in die Anderswelt zurückgezogen.

Bevölkerung

Männer und Frauen sind in ganz Albion, als auch in Eichenfurt gleichgestellt. Mit der deutlichweiblich dominierten Religion hat sich die Gleichstellung der Geschlechter durch die Geschichte hinweg bewahrt und gilt immer als traditionell und natürlich.Man nutzt Stärken und Schwächen, wie sie in die Wiege gelegt werden und jeder muss mit anpacken.

Man lebt hier ein einfaches Leben. Die Winter sind hart und die Winde der Berge haben so manchen Brocken geformt. Die Menschen gelten als fleißig und bescheiden, aber auch als abergläubisch und mürrisch. Neuem gegenüber begegnen sie immer erst mit einer guten Portion Skepsis! Es ist nicht immer ganz leicht als Außenstehender die harte Schale zu knacken, aber darunter verbirgt sich eine aufrichtige, herzliche Art. Vor allem wissen sie zu feiern und sind derbe, schlagkräftige Gemüter.

Die meisten Einwohner Eichenfurts sind einfache Leute: Freie oder unfreie Bauern, Arbeiter und tüchtige Handwerker, deren Lebensunterhalt sich ganz um Landwirtschaft und Viehzucht, Holz- und Metallverarbeitung oder die Fischerei dreht. Auch Bürgerliche gibt es in den Städten, die vornehmlich Handwerker oder Händler sind. Eichenfurt hat ein stehendes Heer von Soldaten und generell weiß sich jeder zur Wehr zu setzen. Außerdem spielt das religiöse Leben in der Grafschaft eine große Rolle. Es gibt einige Priester/innen der Herrin vom See, die unter der Bevölkerung großes Ansehen genießen.

Adel

Die Oberschicht bilden die Vögte und Ministerialen, als auch die Adeligen, welche die Ländereien Eichenfurts verwalten. Sie sind allerdings rar gesäht werden mit Respekt behandelt. Als von Stand gelten – wie in ganz Albion seit dem großen König – ausschließlich amtierende Titelträger mit Landbesitz und deren Ehepartner. Direkte Kinder aus der Ehe gelten auch als persönlich adelig. Weiter verzweigte Verwandtschaften sind formell Bürgerliche und haben kein Anrecht auf ein Erbe. Sie können nur an einen Titel gelangen, wenn sie klug verheiratet oder durch Verdienst von ihren Herren erhoben werden. Besonders im Adel gilt für ein Erbe die tadellose und reine Abstammung von einem legendären Ahnen als ausschlaggebend, nicht das Geschlecht.

Abseits vom Adel mit Landbesitz stehen lehnslose Ritter, die einem Adeligen dienen und in seinen Haushalt übergehen. Sie sind zwar von Stand, aber ihre Titel sind nicht vererbbar. Besonders bekannt und respektiert sind die Ritter der Eichenfurter Grafengarde, die per Schwur auf Land und Familie verzichten, um ihr Leben gänzlich dem Schutz des amtierenden Grafen zu widmen.

Politik

Vor dem Feudalwesen gab es die Clanstruktur. Damals herrschte das Recht des Stärkeren und die Iykes waren hier bereits ein relativ großer Clan mit langer Geschichte. Doch das ist hunderte von Jahren her und seitdem hat sich das Feudalwesen im königstreuen Eichenfurt schnell etabliert, ohne alte Traditionen völlig zu verdrängen.

Mit der Einführung der feudalen Strukturen durch den großen König ging der Besitz des Landes vom Clanseigentum auf eine erbbare Linie über: Er erhob Chief Ailean Mac Iyke zum Grafen, Eichenfurt zur Grafschaft. Nicht zuletzt durch das Wirken der Herrin vom See (Gründung Arhainns nach ihrer Prophezeiung) wurde diese Position in der Region schnell anerkannt. Andere Clans wurden durch geschickte Politik an die Iykes gebunden oder gar erobert. Heutzutage ist die Struktur fest etabliert und der Schwur der Lairds wird mit Stolz gesehen – es herrscht eine feste Einheit.

In Eichenfurt sind die Grafen als Lehnsgeber die höchste, richterliche Instanz und direkt dem Wort des Königs untergeben. Deren Lehnsnehmer bzw. die Oberhäupter untergebener Clans sind dazu verpflichtet in ihren Refugien für Recht und Ordnung zu sorgen, Abgaben zu leisten, Truppen zu stellen und müssen sich vor ihren Herren verantworten. Generell herrscht eine gewisse Strenge, aber Gerechtigkeit und Ehre werden von den Obersten allerorts hoch geschätzt und gelebt. Die Ritter der Tafelrunde und die Helden der alten Zeit sind nach wie vor Ideale, denen man nachstrebt.

Ernsthafte Auseinandersetzungen hat es innerhalb der Grafschaft schon seit Generationen nicht gegeben, denn die Iykes halten Ordnung und Frieden. Von außerhalb gibt es jedoch immer wieder die ein oder andere Bedrohung durch verfeindete und vom König abtrünnige Clans, sowie Räuber, die über das Meer kommen.

Der König

Eichenfurt hält die Treue zum König seit der alten Zeit: Der größe König Arthus einte hier die zersplitterten Königreiche Albions um eine Invasion von Barbaren zurückzuschlagen. Er erschuf ein Reich des Friedens, ordnete Albion neu und regierte vom sagenumwobenen Camelot aus. Er führte das Feudalwesen ein und belohnte treue Gefolgsleute mit Titeln und Land, welche die Geschicke des Großreiches gemeinsam in der Tafelrunde lenkten – als „Gleiche unter Gleichen“. Viele Sagen und Legenden ranken sich um diese Zeit, die als eine des Lichtes und der Gerechtigkeit gilt.

Doch seine Regentschaft zog auch Neider an und entfesselte letztendlich einen Krieg gegen seinen eigenen Neffen „Mordred“, der den Thron an sich reißen wollte. Der König wurde in der Schlacht verwundet und der Legende nach führte ihn die Herrin vom See durch die Nebel nach Avalon. Danach zerfiel Albion wieder in eigenständige Reiche und es herrscht seitdem Chaos, in dem verschiedene Kontrahenten versuchen den Thron des Großreiches an sich zu reißen. Die Clans führen Krieg gegeneinander, wobei königstreue und abtrünnige Clans die Fronten bilden, und sich immer wieder Herrscher als König erheben wollen. Eine verzwickte Bündnispolitik hält die Kräfte Albions im Gleichgewicht, lässt aber auch immer wieder Auseinandersetzungen aufkeimen und Fronten verhärten. Eichenfurt hofft auf die Rückkehr des großen Königs um wieder für Frieden zu sorgen!

Aktuell

Marianne of Adair ist die erste Gräfin, die aktiv in dieser Sache handelt: Mit einem ausgewählten Tross bereist sie die Lande außerhalb Eichenfurts im Feldzug mit Gleichgesinnten, die dem König die Treue halten und ihm auf der Spur sind. Die mutigen Auserwählten scheuen nicht davor zurück, mit dem Segen der Herrin selbst durch die Nebel zu schreiten und Pfade der Anderswelt zu bereisen…


Lage: Nordwestliches Albion, zwischen Low- und Highlands
Glaube: Herrin vom See/ Avalon
Sprache: Gälisch (alte Sprache), Englisch, Deutsch (neue Handelssprache)
Politik: Feudalwesen, Grafschaft
Graf/ Gräfin: Countess Marianne of Adair, Lady Mac Iyke, Marshall & Siress of The King
Wappen: Goldene Eiche auf Grün, zu deren Wurzeln der Fluss in Blau
Wahlspruch: Seann freumhan, ceann an urraim. (= Old roots, crown of honor)