Seann freumhan, ceann an urraim.

Eichenfurt (alte Sprache: „Adair“) ist eine Grafschaft im Norden Albions, auf der Grenze zwischen den Low- und Highlands. Regiert werden die Ländereien von der Blutlinie Ailean Mac Iyke´s, um den sich viele Legenden ranken. Seine Nachkommen haben sein Erbe weiter gedeihen lassen und sind Herren Eichenfurts bis zum heutigen Tag.

Die Landschaft ist gezeichnet von tiefen Wäldern im Kernland, felsiger Küste und hohen Bergen im Norden. Lebensader Eichenfurts ist der Fluss „Daire“, der in den Bergen von verschiedenen Quellen gespeist wird und im Westen kraftvoll ins Meer mündet. Südlich des Daire flacht das karge Land etwas ab, ist von Feldern und Wäldern durchzogen. Die sauren, aber sehr beliebten Äpfel stammen aus Hainen, die im Osten gedeihen.

Über den Fluss wird viel Handel getrieben: Holz, Wolle, Eisen und besonders Silber aus der reichhaltigen Mine. Nicht zuletzt sorgte diese immer wieder für Unruhen und Auseinandersetzungen mit gierigen Nachbarn, sichert aber seit jeher den Wohlstand der Iykes. Woran es mangelt sind große Ackerflächen für Getreide, sodass einiges an Nahrungsmitteln seinen Weg über den Handel nach Eichenfurt findet.

Heraldik

Das Wappen Eichenfurts ist gleichzeitig das Clanswappen der Mac Iykes: Der goldene Eichenbaum auf grünem Grund, zu dessen Wurzeln der Fluss Daire in starkem Blau liegt. Die Farben stehen für wichtige Tugenden der Familie: Ehre & Treue. Das Motiv selbst geht in dieser Form auf die Gründungslegende Arhainns zurück.

„Seann freumhan, ceann an urraim“
(= Old roots, crown of honor)

Generell trägt jeder Clan bzw. jede Familie von Stand ein eigenes Wappen, wobei besonders spirituelle und Naturmotive, wie Kessel, Kelche und Waldtiere beliebt sind. Um die Verbundenheit zu ihrem Oberhaupt und Lehnsgeber auszudrücken sind alle Wappen der Clans in einem einheitlichen Farbschema gehalten: Grün & Blau. Mancherorts hat es sich sogar durchgesetzt, dass man die Farben in einzigartig karierte Stoffe webt und Festkleidung daraus fertigt.

Glaube

Der Glaube ist stark gezeichnet von Legenden der alten Völker Albions. Grundsätzlich hat sich vieles aus vergangenen Tagen bewahrt, aber auch mit Neuem vermischt. Es werden große Helden der alten Tage verehrt und die reiche, vielseitige Sagenkultur ist ein fester Bestandteil Eichenfurts.

Besonders verbreitet ist der Glaube an die „Herrin vom See“ bzw. „Avalon“, deren Anhänger überall zu finden sind. In Avalon soll sich auch der große König aufhalten und jeder Gläubige kehrt dort ein, wenn er stirbt, um im Überfluss der grünen Lande weiter zu leben.

Die Priester der Herrin sind stets weiblich und wirken so manches Wunder! Aber auch männliche Prediger, die das Wort der Herrin verbreiten, sind oft und in den Dörfern gern gesehene Gäste, denn sie sorgen sich besonders um die Armen und Notdürftigen.

Bevölkerung

Im Gegensatz zu anderen Ländern sind Männer und Frauen in Eichenfurt gleichgestellt. Man nutzt Stärken und Schwächen, wie sie in die Wiege gelegt werden und jeder muss mit anpacken. So ist es keine Seltenheit, dass die Clans im Laufe der Jahre auch von einigen großen Frauen geführt wurden oder dass die Eichenfurter Frauen zu den Waffen greifen. Mit der deutlich weiblich dominierten Religion hat sich die Gleichstellung der Geschlechter bewahrt und gilt als traditionell.

Man lebt hier ein einfaches Leben. Die Winter sind hart und die Winde der Berge haben so manchen Brocken geformt. Die Menschen gelten als fleißig und bescheiden, aber auch als abergläubisch und mürrisch. Es ist nicht immer ganz leicht als Außenstehender die harte Schale zu knacken, aber darunter verbirgt sich eine aufrichtige, herzliche Art. Vor allem wissen sie zu feiern und sind derbe, schlagkräftige Gemüter.

Die meisten Einwohner sind einfache Leute: Bauern und tüchtige Handwerker. Eichenfurt hat ein stehendes Heer, sodass viele Burschen und Mädchen sich im Kriegshandwerk ausbilden lassen. Außerdem spielt das religiöse Leben eine große Rolle: Es gibt einige Wanderprediger und Priesterinnen der Herrin vom See, die unter der Bevölkerung großes Ansehen genießen.

Adel

Adelige sind allerdings rar gesäht und werden mit Respekt behandelt. Als von Stand gelten – wie in ganz Albion seit dem großen König – ausschließlich amtierende Titelträger mit Landbesitz und deren Ehepartner. Direkte Kinder aus der Ehe gelten auch als persönlich adelig. Weiter verzweigte Verwandtschaften sind formell Bürgerliche, es sei denn sie erben einen Titel, werden klug verheiratet oder durch Verdienst von ihren Herren erhoben. Besonders im Adel gilt für ein Erbe die tadellose und reine Abstammung von einem legendären Ahnen als ausschlaggebend, nicht das Geschlecht.

Abseits vom Adel mit Landbesitz stehen lehnslose Ritter, die einem Adeligen dienen und in seinen Haushalt übergehen. Sie sind zwar von Stand, aber ihre Titel sind nicht vererbbar. Besonders bekannt und respektiert sind die Ritter der Eichenfurter Grafengarde, die per Schwur auf Land und Familie verzichten, um ihr Leben gänzlich dem Schutz des amtierenden Grafen zu widmen.

Politik

Vor dem Feudalwesen gab es die Clanstruktur. Damals herrschte das Recht des Stärkeren und die Iykes waren hier bereits ein relativ großer Clan mit langer Geschichte. Doch das ist hunderte von Jahren her und seitdem hat sich das Feudalwesen im königstreuen Eichenfurt schnell etabliert, ohne alte Traditionen völlig zu verdrängen.

Mit der Einführung der feudalen Strukturen durch den großen König ging der Besitz des Landes vom Clanseigentum auf eine erbbare Linie über: Er erhob Chief Ailean Mac Iyke zum Grafen, Eichenfurt zur Grafschaft. Nicht zuletzt durch das Wirken der Herrin vom See (Gründung Arhainns nach ihrer Prophezeiung) wurde diese Position in der Region schnell anerkannt. Andere Clans wurden durch geschickte Politik an die Iykes gebunden oder gar erobert. Heutzutage ist die Struktur fest etabliert und der Schwur der Lairds wird mit Stolz gesehen, denn sie alle sind treue Anhänger des Königs!

In Eichenfurt sind die Grafen als Lehnsgeber die höchste, richterliche Instanz und direkt dem Wort des Königs untergeben. Deren Lehnsnehmer bzw. die Oberhäupter untergebener Clans sind dazu verpflichtet in ihren Refugien für Recht und Ordnung zu sorgen, Abgaben zu leisten, Truppen zu stellen und müssen sich vor ihren Herren verantworten. Generell herrscht eine gewisse Strenge, aber Gerechtigkeit und Ehre werden von den Obersten allerorts hoch geschätzt und gelebt. Die Ritter der Tafelrunde und die Helden der alten Zeit sind nach wie vor Ideale, denen man nachstrebt.

Ernsthafte Auseinandersetzungen hat es innerhalb der Grafschaft schon seit Generationen nicht gegeben, denn die Iykes halten Ordnung und Frieden. Von außerhalb gibt es jedoch immer wieder die ein oder andere Bedrohung durch verfeindete und vom König abtrünnige Clans, sowie Räuber, die über das Meer kommen. Besonders die Mac Lodds haben sich über die Jahre als stetige Quälgeister bewiesen, die es auf das Silber der Iykes abgesehen haben.

Der König

Eichenfurt hält die Treue zum König seit der alten Zeit: Der größe König Arthus einte hier die zersplitterten Königreiche Albions um eine Invasion von Barbaren zurückzuschlagen. Er erschuf ein Reich des Friedens, ordnete Albion neu und regierte vom sagenumwobenen Camelot aus. Auch im Norden führte er weitestgehend das Feudalwesen ein und belohnte treue Gefolgsleute mit Titeln, wie die Mac Iykes, die als Grafen so ihre Stammlande gefestigt führen konnten. Viele Sagen und Legenden ranken sich um diese Zeit, die als eine des Lichtes und der Gerechtigkeit gilt.

Doch seine Regentschaft zog auch Neider an und entfesselte letztendlich einen Krieg gegen seinen eigenen Neffen Mordred, der den Thron an sich reißen wollte. Der König wurde in der Schlacht verwundet und der Legende nach führte ihn die Herrin vom See durch die Nebel nach Avalon. Er ist seither verschwunden.

Danach zerfiel Albion wieder in eigenständige Reiche und es herrscht Chaos, in dem verschiedene Kontrahenten versuchen den Thron des Großreiches an sich zu reißen. Der Norden hat dabei keinen einheitlichen Herrscher, sondern die Clans führen Krieg gegeneinander, wobei königstreue und abtrünnige Clans die Fronten bilden, und sich immer wieder Herrscher als König erheben, die mehr oder minder akzeptiert werden. Eichenfurt hofft auf die Rückkehr des großen Königs oder seiner Blutlinie um wieder für Frieden zu sorgen!

Aktuell

Marianne of Adair ist die erste Gräfin, die aktiv in dieser Sache handelt: Mit einem ausgewählten Tross bereist sie die Lande außerhalb Eichenfurts im Feldzug mit Gleichgesinnten, die dem König die Treue halten und ihm auf der Spur sind. Die mutigen Auserwählten scheuen nicht davor zurück, mit dem Segen der Herrin selbst durch die Nebel zu schreiten und Pfade der Anderswelt zu bereisen…


Lage: Nordwestliches Albion, zwischen Low- und Highlands
Politik: Feudalwesen, Grafschaft
Glaube: Herrin vom See/ Avalon
Magie: Es gibt keine Magie!
Nur Priesterinnen der Herrin vom See können Wunder wirken.
Bevölkerung: Bauern, Handwerker, Soldaten, Priester/innen, Adel
Clans: Mac Iyke, Mac Linn, Mac Karr, Mac Reigh, Mac Goyle, Mac Kaddon, Mac Tevish, Mac Tavey
Graf/ Gräfin: Countess Marianne of Adair, Lady Mac Iyke, Marshall & Siress of The King
Lehnsnehmer: Laird Mac Reigh (Baron), Laird Mac Kaddon (Baron), Laird Mac Goyle (Sire), Lady Mac Tavey (Siress)
Wappen: Goldene Eiche auf Grün, zu deren Wurzeln der Fluss in Blau
Wahlspruch: Seann freumhan, ceann an urraim.